Puch Modell 1 / 1916-18

Quelle: Österr. Nationalbibliothek, Allgemeine Automobil-Zeitung, 19. Januar 1919.
Quelle: Österr. Nationalbibliothek, Allgemeine Automobil-Zeitung, 19. Januar 1919.

Die Puch-Werke in Graz versendeten für Freunde und Kunden einen Wandkalender für das Geschäftsjahr 1919. Der aufwendig gestaltete Kalender zeigte vier farblich gestalte Bilder aus der damaligen Zeit, welches die Fabrikationssäulen der Firma Puch vor Augen führten. Die gut aufgefassten Zeichnungen zeigten in lebendiger und figurenreicher Darstellung den kleinen Puch-Alpenwagen, den Puch-Motorpflug, die Puch-Motorfeldbahn, das Puch-Motorrad und sowie auch das Puch-Fahrrad.

 

Der in den Farben braun, schwarz und grün gehaltene Wandkalender hatte in feiner und geschmackvoller Ausstattung, als Wandzierte sicherlich eine freundliche Aufnahme bei Kunden und Freunden gefunden.

 

 

Quelle: Österr. Nationalbibliothek, Allgemeine Automobil-Zeitung, 19. Januar 1919.

Details zum Puch Modell 1

 

Innengemuffter Rahmen in der Höhe von 570 mm und einen Durchmesser von 3 Zentimeter. Gabel in Hufeisenform. Steuerkopfschild:  Puch Rad, Puch-Werke Aktien-Ges. Graz. Bandfeststeller. Tourenlenker in der Schaftstärke von 22mm  und Griffdurchmesser von 24mm.  Holzgriffe mit vernickelten Griffringen. Gestängebremse  mit verdeckter innenliegender Feder von Puch. Großes Puch-Kettenblatt mit 60 Zähnen und mit einem Durchmesser von 24,5 Zentimeter. Doppelglockenlager. Ursprüngliche Kettenteilung in der Dimension 1/2 x 1/8 Zoll. Schraubritzel mit 20 Zähnen. Wulstfelgen in der Dimension 28 Zoll. Ledersattel mit Druckfedern. Blockpedale. Radlaufglocke: Athlet.

 

 

Merkmale:

 

Hersteller: Johann Puch AG.

Modell: Puch Tourenrad, Modell 1.

Fertigungsjahr: ca. 1916-1918.

Kettenblatt: Puch-Kettenblatt mit 60 Zähnen.

 

Herkunft: Vorarlberg

Aufarbeitung / Kaufzustand

Das Puch Model 1 hatte bei der Aufarbeitung einige Schwächen dargelegt, die über die Jahrzehnte auf Grund intensiver Nutzung, durch die Vorbesitzer verursacht worden war. Die rechte Kurbel wurde beim Kurbelauge geschweißt und durch ein Linksgewinde ersetzt. Auf Grund der damaligen Reparaturarbeiten am Rad wurde auch das Linksgewinde verfestigt. Ein Tausch des Gewindes wäre nicht ohne Folgen gewesen und  hätte einen möglichen Bruch der Schweißstelle nach sich gezogen. Einige Lötstellen finden sich auch am Tourenlenker wieder, welcher mehrfach in der Vergangenheit repariert wurde.

 

All diese Dinge am Rad sind unverwechselbar und spiegeln die Geschichte des Rades aus längst vergangener Zeiten wieder.